Freenet DSL morgen vor der Entscheidung


7. August 2008

Morgen könnte ein historischer Tag für die Freenet AG werden.  Es geht um Gut gegen Böse, wie es Freenet-Chef Eckard Spoerr einmal formulierte. An der morgigen Freenet Hauptversammlung werden das Großaktionär-Konsortium United Internet und Drillisch AG versuchen den Freenet Aufsichtsrat und den Vorstand Eckard Spoerr nach Hause zu schicken.

Bereits im letzten Jahr entfachte der Streit zwischen Spoerr und Ralph Dommermuth, dem Chef der United Internet AG. Die United Internet AG ist mit Tochter der 1&1 Internet AG der zweitgrößte DSL-Anbieter in Deutschland. Ginge es nach Dommermuth soll dieser Vorsprung mit Hilfe der Freenet Bestandskunden ausgebaut werden. Doch Spoerr entzog sich einer Übernahme der DSL-Sparte und eventuelle Zerschlagung des Freenet Konzerns, mit Hilfe der höchstumstrittenen Akquisition der hochdefizietären debitel AG.

Jetzt führ kein Weg vorbei, die Akquisition muss mit Hilfe der Veräußerung der DSL Sparte finanziert werden. Hier werden die Aktionäre United Internet und Drillisch mit einer Beteiligung von rund 26% eventuell in der Lage sein, die Mehrheit auf der Hauptversammlung zu stellen. Spannend dürfte es dennoch bleiben, ob es Spoerr gelingt die Aktionäre seines Lagers auf die Hauptversammlung zu bewegen und dazu zu motivieren für ihn abzustimmen.