Freenet DSL verliert 90.000 Kunden


10. Mai 2008

Die Freenet AG hat mit dem jüngsten Kauf der Debitel AG einen strategischen Richtungswechsel eingeschlagen. Nach dem durch Zusammenschluss der beiden Unternehmen der drittgrößte deutsche Mobilfunk-Anbieter entstehen konnte, soll die freenet DSL-Sparte verkauft werden. Doch die schwächelt im ersten Quartal recht stark und verliert sogar deutlich an Kunden.

Es gab Zeiten in denen die DSL-Anbieter nur über steigende Zuwachsraten freuen durften. Doch die Zeiten haben sich geändert und der DSL-Markt ist hart umkämpft und steht unter stetiger potentieller Konsolidierung. In der Vergangenheit mussten bereits namhafte DSL-Provider wie AOL, Lycos und Tiscali die Segel streichen und ihr DSL Geschäft verkaufen.

Nun veröffentliche Freenet kürzlich Quartalszahlen und musste zähneknirschend eingestehen, dass rund 90.000 Kunden Freenet DSL im ersten Quartal kündigten und sich einen DSL-Tarif bei einem der Wettbewerber zulegten. Experten und Händler zeigten sich deutlich enttäuscht von der Geschäftsentwikcklung bei Freenet, sie hatten einen besseren Quartalsbericht erwartet.