Freenet DSL beschuldigt United Internet


12. Mai 2008

Die DSL Sparte von Freenet hat in dem ersten Quartal des Jahres 2008 rund 90.000 Kunden verloren. Freenet-Chef Eckhard Spoerr macht vor allem den Kontrahenten Ralp Dommermuth, Chef der United Internet AG, verantwortlich für den Rückgang. Dieser habe durch seine zögerlichen Übernahmeaktivitäten für Verunsicherung von Vertriebspartnern gesorgt.

Freenet DSL galt als potentieller Übernahmekanditat und das DSL-Geschäft losgelöst, gilt weiterhin als potentielles Übernahmepaket. Allerdings dürfte der Wert hierfür stark sinken. Denn Freenet DSL verliert Kunden. Diesen Umstand führt Freenet-Chef Eckahrd Spoerr darauf zurück, dass die Übernahmeverhandlungen mit United Internet und der Drillisch AG langwierig und nur schleppend abgelaufen sind, was wiederum zur Verunsicherung im Unternehmensumfeld führte. So gibt er laut der Nachrichtenagentur Reuters Ralph Dommermuth eine Mitschuld, der die potentielle Übernahme nicht vorantrieb und so Raum für Spekulationen und Gerüchten schaffte. Durch die anhaltende unsichere Situation, sprangen schließlich wichtige Freenet Vertriebspartner ab. United Internet wies diese Darstellung als nicht richtig zurück.

United Internet gilt nach der Telekomtochter T-Home, mit seiner Tochter der 1&1 Internet AG als zweitgrößter DSL-Anbieter auf dem deutschen Markt.