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DSL-Preise wichtiger als Inhalte

vom 18.10.2007

Den meisten Zuspruch bei DSL-Kunden, finden Unternehmen, die zwei oder mehr Breitband-und Mobilfunknetze bereitstellen. Dabei spielen die Preise und die jeweilige Nutzerfreundlichkeit eine übergeordnete Rolle. Eine Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young kam zu dem Ergebnis, dass die Inhalte eines Paketangebots für den Verbraucher keine wesentliche Rolle spielen.Bei dieser Umfrage wurden mehr als 12.000 Verbraucher in Westeuropa befragt, in Deutschland immerhin 1.000 Personen.

Laut der Umfrage von Ernst & Young, haben sich 41 Prozent der befragten Kunden aufgrund des günstigen Preises für ein Paketangebot entschieden. Der jeweilige Preis ist somit das wichtigste Entscheidungskriterium. Dicht gefolgt von der Bequemlichkeit und Nutzerfreundlichkeit.
37 Prozent haben sich für eine Paketlösung entschieden, da man dann auch nur eine Rechnung für verschiedene Dienste bekommt.
Ausserdem legen 31 Prozent der Kunden großen Wert auf das Telefonieren mit Flat-Rate. Bislang geben nur ein Prozent der befragten Kunden an, dass „Premium Content“ der Grund war, weshalb sie sich für ein Paketangebot entschieden haben. In der Telekommunikations- und Technologiebranche hört man zwar öfters, dass Content sehr gut. Doch geht es nach Gerhard Müller, Partner bei Ernst & Young und Leiter des Branchensektors Telecommuniation, Media & Technology, so ist für den Verbraucher der Preis und die Nutzerfreundlichkeit nach wie vor wichtiger als der Inhalt.
Laut Müller, lässt sich daraus aber nicht grundsätzlich schließen, dass der Inhalt völlig bedeutungslos für den Verbraucher sei. Inhalte würden zwar kaum eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen, aber Inhalt erzeuge eben auch Hafteffekte bei Kunden. Hat ein Verbraucher den gewünschten Inhalt für sich gefunden, so bindet dieser Sevice auch an den gegenwärtigen Anbieter.
Markt mit DSL-Paketangeboten wächst stetig
Rund 73 Prozent der Befragten geben an, von einem Anbieter gleich mehrere Dienste zu nutzen. Von den Verbrauchern, die derzeit nicht über eine solche Paketlösung verfügen, will fast jeder zweite (48 Prozent), auf ein DSL-Paket umzusteigen. Der Trend wird wohl weiterhin zu Paketlösungen und Flat-Rates gehen, stellt auch Holger Forst, Partner bei Ernst & Young, fest. Die Gründe sind eindeutig: Die Preise sind günstig. Auch erfahren die verbraucher genau, welche welche Kosten auf sie tragen müssen. Allerdings sind die Kunden inzwischen auch extrem anspruchsvoll geworden und erwarten immer umfangreichere Angebote zu niedrigeren Preisen. Auch wird deswegen der Wettbewerb und der Kampf um Platz Eins auf diesem Markt noch weiter zunehmen. Hauptsächlich wird es dabei natürlich um die Kosten gehen, denn wie immer geben die Kunden die Richtung an.
In Europa herrscht die grösste Zufriedenheit
Nur teilweise lässt die Zufriedenhiet der Kunden noch Wünsche offen. So sind 37 Prozent sehr zufrieden, 46 Prozent eher zufrieden und nur 8 Prozent aller befragten Kunden sind unzufrieden mit ihrem Anbieter.  Im europäischen Vergleich sind die Deutschen sehr zufrieden mit den Services ihrer jeweiligen Anbieter.  83 Prozent der in Deutschland Befragten geben an, sehr bzw. eher zufrieden mit dem gewählten Anbieter zu sein.
In anderen anderen Ländern wie z.B. in Großbritannien liegt der Zufriedenheits-Anteil nur bei 73 Prozent, in Frankreich bei 79 Prozent und in Italien nur bei 66 Prozent. Die deutschen Kunden sind zwar im internationalen Vergleich relativ zufrieden –  doch wechseln sie auch bei günstigeren Angeboten ganz schnell zu einem anderen Anbieter, meint auch Holger Forst. 29 Prozent der Kunden, die bereits im Besitz eines DSL-Komplettpakets sind haben vor, innnerhalb der nächsten zwei Jahre eventuell zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
19 Prozent der Kunden sind noch unsicher. Gehard Müller ist sich sicher, dass dieser Markt immer neue Preisrunden durchleben wird und somit immer in Bewegungs bleibt.